Wolfram Hänel – Rollator Blues

„Rollator Blues“ ist der persönlichste Roman von Wolfram Hänel und greift die Fäden der Vorgängerromane „Der Junge, der mit Jimi Hendrix tanzte“ und „1975“ wieder auf. Er lässt die gealterten Helden noch einmal den Weg nach Frankreich nehmen, um dort „genau die alte Tour“ abzufahren. Doch es sind fast 50 Jahre vergangen, die Orte und Landschaften haben sich verändert, die Jugend ist dahin, gesundheitliche Einschränkungen an der Tagesordnung, private Niederlagen und Siege haben Haltung und Erleben geprägt – kurz gesagt: die Altgewordenen sind nicht mehr die Alten – nur der Rotwein schmeckt immer noch.

Wie aus dem anfänglichen Desaster der verqueren Charaktere doch noch ein altersreifes Erlebnis mit vielen Überraschungen wird, beschreibt der dritte Roman aus der Kurt Appaz-Reihe. Er ist im Gegensatz zu den Vorgängern keine Neuauflage, sondern vom Autor sozusagen in Echtzeit und mit ironischem und kritischem Blick auf Zeit und Zeitgeist geschrieben. Dabei offenbart sich immer wieder mal ein Stückchen Lokalkolorit, in dem man Hannover, Land und Leute wiedererkennt – eine gelungene Aufarbeitung persönlicher und zeitgenössischer Erinnerungen. Diese Trilogie sollte jeder gelesen haben, der seine Wurzeln in den 70er Jahren hat. Ein großer Spaß! (Frank-Michael Preuss)

Too old to rock ’n’ roll, too young to die – ein Roadtrip mit dem Soundtrack der Siebziger!

Die Geschichte einer großen Freundschaft, die trotz aller Widrigkeiten Bestand hat. Und die der Liebe: Zwei Freunde, die immer die gleiche Frau geliebt haben – und die erst jetzt begreifen, welche Hoffnung das für die letzten Jahre, die noch vor ihnen liegen, bedeutet. Fast fünfzig Jahre ist es her, dass Kurt Appaz und seine Freunde gleich nach dem vermasselten Abitur in einem VW-Bus an die französische Atlantikküste gefahren sind. Sie wollten ihre Freiheit auskosten und später mal ein ganz anderes Leben führen.

Die Träume von damals haben sich nicht erfüllt, alles ist anders gekommen, als sie sich erhofft hatten. Aber sie haben ihre Träume nicht vergessen – und so wollen die Fünf sich und dem Rest der Welt beweisen, dass da noch was geht. Wieder geht es mit einem VW-Bus zum Atlantik, auf derselben Route wie 1975. Doch die Zeit lässt sich nicht zurückdrehen, nichts ist mehr so, wie es war. Es sind nicht nur die Macken und Verschrobenheiten, die mit dem Alter stärker geworden sind, sondern auch die kleinen und großen Geheimnisse, die jeder mit sich herumschleppt.

Die sorgsam errichteten Fassaden bekommen Risse, die sich nicht mehr verbergen lassen, und die Reise bringt so manches ans Tageslicht, mit dem keiner gerechnet hat. Aber bei allen Pannen und Enttäuschungen finden sie schließlich doch einen Weg für sich – es ist noch lange nicht vorbei, eigentlich fängt sogar alles gerade erst an.

Die Dramaturgin Ulrike Gerold und der Schriftsteller Wolfram Hänel, beide Jahrgang 1956, leben und schreiben zusammen in Hannover und einem kleinen Ort an der Jammerbucht in Nord-Dänemark. Neben mehreren Theaterstücken haben sie mittlerweile über 150 Bücher veröffentlicht, die in insgesamt 30 Sprachen übersetzt wurden. Gerold und Hänel sind Mitglieder im PEN-Zentrum. Bei zu Klampen veröffentlichten sie »Kein Erbarmen« (2012) und »Haarmanns Erbe« (2015), von Hänel allein ist der 70er-Jahre-Roman »Der Junge, der mit Jimi Hendrix tanzte« (2021) erschienen.

Verlag: https://zuklampen.de/buecher/belletristik/romane/bk/1171-rollator-blues.html

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